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Dr. Hilmar Rust

 
           
 



 



Was macht eigentlich ein Umweltmanager?

Reine Öko-Freaks werden sich schwer tun, in einem deutschen Industrieunternehmen einen Job als Umweltschützer zu finden. In Kombination mit betriebswirtschaftlichem oder technischem Wissen allerdings ist ökologisches Know-how durchaus gefragt - zum Beispiel im Philips Konzern, der dem Thema Umweltschutz nicht nur in der Produktion eine große Bedeutung beimisst.

Hilmar Rust, 56, Leiter des Bereichs Umweltschutz der Philips GmbH: "Umweltbewußtsein zahlt sich aus - auch für Produzenten".

Wie sich die Zeiten ändern. Anfang der siebziger Jahre, als die Öko-Bewegung in den Kinderschuhen steckte, beschäftigten sich betriebliche Umweltschützer vorrangig mit der Frage, welche Gefährlichkeit von bestimmten Stoffen ausgeht. Heute stehen Fragen zum Produkt und zum Produktionsprozess im Vordergrund: Wie kann ressourcensparend produziert werden? Ist es möglich, die eingesetzten Materialien zu recyceln? Was sonst zeichnet ein umweltfreundliches Produkt aus? Welche Erwartungen haben die Kunden? Wie positioniert sich der Wettbewerb?

Eine Entwicklung, die auch das Anforderungsprofil an die sogenannten Umweltschutzbeauftragten in den Betrieben entscheidend verändert hat. Dr. Hilmar Rust, 56, Leiter des Bereichs Umweltschutz der Philips GmbH: "Früher waren fast ausschließlich Naturwissenschaftler, allen voran Chemiker gefragt. Heute ist der Umweltschutz auch ein Thema für Ingenieure und Betriebswirte."

Auch Tätigkeitsfelder und -merkmale haben sich gewandelt. Es gibt ihn zwar noch, den klassischen Umweltschutzbeauftragten. Philips beschäftigt allein in seinen deutschen Fabriken mehr als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Umweltschutzaufgaben wahrnehmen. An der Spitze steht Hilmar Rust, der die Aktivitäten koordiniert und darüber hinaus die gesetzlichen Entwicklungen beobachtet und auf Verbandsebene auch Lobbyarbeit betreibt. Rust: "Es gibt nur wenige Länder auf der Welt mit einer ähnlich hohen Regelungsdichte in der Umweltgesetzgebung. Hier Schritt zu halten erfordert höchste Aufmerksamkeit."

Philips betrachtet den Umweltschutz schon lange als einen zentralen Bestandteil in allen Prozessabläufen. Das heißt, auch Entwicklungsingenieure und Betriebswirte arbeiten an umweltrelevanten Verbesserungen. Dies zeigt nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch Wirkung. Es heißt immer, Umweltschutz sei teuer. Dass man dies nicht generalisieren kann, zeigen viele Umweltschutzmaßnahmen. Dort konnten in vielen Fällen die Prozessabläufe so optimiert werden, dass in der Summe sogar Einsparungen erzielt wurden, weil erheblich weniger Wasser, Strom und Energie verbraucht wurden.

Darüber hinaus schärfen umweltfreundliche Produktionsverfahren und Produkte schärfen das Markenprofil. Mit Batterien ohne Quecksilber und Cadmium, Leuchtstofflampen, die zu 100 Prozent recyclingfähig sind oder Fernsehgeräten und Videorecordern, die im stand-by Betrieb kaum noch Strom verbrauchen, hat Philips in den vergangenen Jahren weltweit Akzente gesetzt.

Dr. Hilmar Rust





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